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Pressespiegel
Wann und wo wurde etwas über das CSN und die veranstaltungen vom CSN geschrieben.

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Der Tagesspiegel |
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Veranstaltung: Berufsinformation für Geistes- und Sozialwissenschaftler
07.12.2008 |
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Handelsblatt - Junge Karriere |
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Postmodernes Proletariat
09.2004 |
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www.casebo.de |
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Homo Ökonomicus: Studierende suchen den Spagat zwischen Elfenbeinturm und Bankenhochhaus
31.10.2003 |
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Die Zeit |
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Ein Netz für Kopfarbeiter
10.05.2001 |
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Die Welt |
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Gesucht: Geisteswissenschaftler
27.01.2001 |
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Audimax |
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Fit fürs Praktikum
31.10.2000 |
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tip |
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Du kannst was, du bist was
28.09.2000 |

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Postmodernes Proletariat
"Um nicht auf der Straße zu stehen, verdingen sich Jungakademiker als Praktikanten zum Billigtarif. Der erhoffte Sprung in die Festanstellung bleibt jedoch meistens aus.
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Unternehmen, denen die Wirtschaftskrise empfindliche Löcher in die Personaldecke gerissen hat, stellen den diplomierten Uni-Nachwuchs gerne ein: als Praktikanten, Projektassistenten, Mädchen für alles. Bekommen sie doch Vollzeitkräfte für kleinstes Geld oder gleich zum Nulltarif. "Absolventen werden als billige, hoch motivierte Arbeitskräfte geschätzt", ärgert sich Mirjam Muhs, politische Referentin beim Bundesvorstand des Deutschen Gewerkschaftsbundes. Einer Studie des Hochschul-Informations-Systems (HIS) zufolge war bereits 2002 fast jeder sechste Hochschulabsolvent "inadäquat" beschäftigt. Und mit den Entlassungswellen des letzten Jahres, so schätzen die HIS-Forscher, dürfte ihre Zahl noch einmal kräftig gestiegen sein. Bereitwillig greifen die Ex-Studenten nach dem Praktikum - zu bereitwillig, findet HIS-Experte Kolja Briedis. Jungakademiker geraten heute zu schnell in Panik, beobachtet der Arbeitsmarktforscher. "Einige glauben schon nach wenigen Monaten Stellensuche, sie seien zur Arbeitslosigkeit verdammt und treten dann vorschnell Praktika an."
Einen Gefallen tun sich Absolventen damit nicht. Denn ihre Rechnung, über ein Praktikum nach dem Uni-Abschluss in die Festanstellung zu rutschen, geht nicht mehr auf. Im Gegenteil: Unternehmen, Agenturen und selbst öffentliche Institutionen nutzen die steigende Zahl hoch qualifizierter Praktikanten, um immer mehr Projekte zu stemmen und dabei Kosten zu sparen.
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Ob in großen Anstalten wie ProSieben, Sat.1 Media oder in kleinen Sendern wie TV Berlin - unbezahlte Qualitätshospitanten sind in fast allen Redaktionen gern gesehen. "Die Medienbranche saniert sich mit Praktikanten", sagt Katja Karger, Projektmanagerin von connexx.av, der gewerkschaftlichen Interessenvertretung von Medienschaffenden. Es seien die PR-Büros und Werbeagenturen, die kleinen Redaktionsteams, Filmgesellschaften und New-Media-Betriebe, deren Belegschaft oft bis zur Hälfte aus Praktikanten bestünden.
Examinierte Bewerber auf Lernstellen, die eigentlich für Studenten gedacht sind, weist in der Kulturbranche selten jemand ab. Im Gegenteil: "Mir sind Hochschulabsolventen am liebsten", gesteht Sabine Kierdorf, Geschäftsführerin einer kleinen Eventagentur im Rheinland. "Die passen vom Alter her am besten zu uns."
Benno Engelmann,
29, arbeitete für
400 Euro in einer
Beraterfirma.
Un-Kulturbetriebe
Die Namen der Absolventenabzocker sind in der Branche längst ein offenes Geheimnis. Bergmann Marketingberatung, Concerto Winderstein oder Filmreif TV heißen nur einige der vielen, meist kleineren Kulturtreibenden, die in Internetbörsen und Szeneblättchen unablässig neue Praktikantenposten inserieren. Fast immer beziehen sich ihre Jobangebote auf fest umrissene Projekte von vier oder sogar sechs Monaten; eine Weiterbeschäftigung ist von vornherein nicht vorgesehen.
"Durchaus üblich" sei es zudem, dass Praktikanten zwar nicht bezahlt, ihre Leistung dem Kunden aber voll berechnet werde, so Gewerkschafterin Karger. 5.000 bis 6.000 Euro pro Monat könne ein Unternehmer sparen, wenn er einen Absolventen zum Nulltarif mit der Arbeit einer Vollzeitkraft betraue, schätzt Bernhard Hohn, Arbeitsmarktexperte der Zentralstelle für Arbeitsvermittlung. Ihn wundert nicht, dass vor allem kleinere Agenturen hart kalkulieren und arbeitslose Akademiker als Billiglöhner beschäftigen. "Das ist stinknormales, gewinnorientiertes Verhalten", sagt er. In der Rezession sitzen Personalchefs am längeren Hebel.
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"Unternehmen nutzen die Situation von Absolventen aus, die hoffen, über ein Praktikum eine Stelle zu bekommen", meint Anna Schweingel. Die Kulturwissenschaftlerin und Mitarbeiterin der Berliner Studenteninitiative Career Service Network lud kürzlich Arbeitgeber und Betroffene zum Streitgespräch ein. Thema: Praktikum, bis die Rente kommt? Doch weder die Werber der Renommier-Agentur Scholz & Friends noch Vertreter der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände ließen Kritik an ihrer Personalpolitik zu. Das Publikum tobte: "Am Ende war da nur noch Wut", berichtet Schweingel.
Teure Trainings für die Katz
Auch in Schweingels Bekanntenkreis häufen sich die Fälle von arbeitslosen Absolventen, die nach dem Campusleben ein Dasein als Dauerpraktikanten fristen. Schon schießen die ersten Firmen auf den Markt, die auf der Misere der Jungakademiker ihr Geschäft gründen: Anbieter von Rhetorikkursen oder Bewerbungstrainings, die sich ihre Dienste teuer bezahlen lassen.
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Kampfansage
Eine leichte Beute bilden Deutschlands Absolventen im Jahr 2004: Eine ganze Generation junger, gebildeter Akademiker - mehrsprachig, auslandserfahren, motiviert - verkauft sich optimistisch unter Wert und erntet doch nur falsche Versprechungen.
Schlimmer noch: Die Spät-Praktikanten punkten nicht einmal mehr für die Zukunft. Im Gegenteil schwächen sie ihre Verhandlungsposition, wenn es um den Jobeinstieg geht.
"Wer wahllos Praktika hortet, macht bei Arbeitgebern keinen großen Eindruck", warnt Harro Honolka, Geschäftsführer des Instituts Student und Arbeitsmarkt an der Münchener LMU. So verbauen examinierte Praktikanten sich und anderen die Chancen.
Warum sollte schließlich ein Unternehmen einen Absolventen zum Regellohn einstellen, wenn es einen anderen zum Praktikantentarif bekommt?
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Vera Sprothen, Heft 09/04"
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