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Pressespiegel
Wann und wo wurde etwas über das CSN und die veranstaltungen vom CSN geschrieben.

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Der Tagesspiegel |
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Veranstaltung: Berufsinformation für Geistes- und Sozialwissenschaftler
07.12.2008 |
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www.casebo.de |
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Homo Ökonomicus: Studierende suchen den Spagat zwischen Elfenbeinturm und Bankenhochhaus
31.10.2003 |
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Die Zeit |
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Ein Netz für Kopfarbeiter
10.05.2001 |
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Die Welt |
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Gesucht: Geisteswissenschaftler
27.01.2001 |
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Audimax |
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Fit fürs Praktikum
31.10.2000 |
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tip |
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Du kannst was, du bist was
28.09.2000 |
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Neues Deutschland |
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Statt Taxi fahren lieber auf dem Chefsessel sitzen
27.08.2000 |

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Statt Taxi fahren lieber auf dem Chefsessel sitzen
Angehende Philosophen und Germanisten drängt es in die Wirtschaft
Von Tom Mustroph
”Lerne erstmal was Ordentliches, bevor du Literatur studierst" – vielen klingt noch dieser meist elterliche Rat in den Ohren. Oftmals schlugen zukünftige Geistes- und Sozialwissenschaftler ihn in den Wind. Selbst die klassische Berufsperspektive, Taxifahren oder Kellnern, konnte niemanden davon abhalten, die Fächer zu studieren, zu denen man sich berufen fühlte. Zumindest untereinander wertete man solche Tätigkeiten etwa zum Praxisprojekt
”Soziologie des Alltags" auf und verwies augen-zwinkernd auf die kommunikativen Kompetenzen, die man dabei erwarb.
Seit den frühen 90er Jahren, seitdem der belgische Literaturwissenschaftler Daniel Goudevert im Vorstand von VW tätig war, können Geisteswissenschaftler den Kopf wieder höher tragen und von neuen Leitungspositionen träumen. Im postindustriellen Kapitalismus eröffnen sich ihnen bisher verschlossen geglaubte Arbeitsgebiete und Karrierewege. Das liege darin begründet, so der Erziehungswissenschaftler und Vizepräsident der FU Berlin, Dieter Lenzen, "dass viele Berufsfelder nicht mehr eng beschreibbar sind, sondern sich permanent verändern und lebens-langes Lernen erfordern." Genau jene Fähigkeiten, die Geistes- und Sozialwissenschaftler gewissermaßen nebenbei erwerben, gelten auf dem Arbeitsmarkt des 21. Jahrhunderts als Schlüsselqualifikationen: strukturiertes Denken, allgemein verständliche Darstellung komplexer Sachverhalte, Flexibilität, Kreativität und ein breit angelegtes Wissen.
Constanze Richter von ”Sprungbrett", der Praktikum-Vermittlung der Germanisten der Humboldt-Universität, hält es für wichtig, dass die Studenten sich diese Fähigkeiten auch bewusst machen. Erst dann sind sie in Bewerbungssituationen gezielt einsetzbar. Nach ihrer Erfahrung ist das Interesse von Wirtschaftsunternehmen an Geisteswissenschaftlern gering. "Hier ist noch viel Aufklärungsarbeit nötig." Dieser Satz gilt sowohl für Studenten, die sich in der Regel noch stark an den etablierten Berufsfeldern - Universität, Verlag, Medien – ausrichten. Er gilt aber auch für die Personalmanager in der Wirtschaft.
Eine Initiative, die sich explizit der Partnerschaft zwischen Industrie und Geisteswissenschaftlern verschrieben hat, ist das "career service network", das kürzlich von Studenten der Berliner FU ins Leben gerufen wurde. Die Gründer sind allesamt Absolventen eines zweisemestrigen studienbegleitenden Praxisprogramms, die nicht wieder in der Massenuniversität verschwinden wollten, sondern ihre neuerworbenen betriebswirtschaftlichen Kenntnisse und kommunikativen Fähigkeiten in ein gemeinsames Projekt einbringen wollen.
Angelehnt an die klassischen Absolventenmessen der Ingenieure und Betriebswirte sollen nun auch Philologen auf Arbeitsplätze in der freien Wirtschaft vermittelt werden. Zudem möchte die Gruppe den zukünftigen Schneeballeffekt ausnutzen: Ehemalige Kommilitonen sollen weitere Studenten in ihre Unternehmen nachziehen. "Wir Geisteswissenschaftler können nicht erwarten, dass uns irgendwer an die Hand nimmt. Wir müssen uns selbst auf die Anforderungen des Berufslebens vorbereiten.", sagt Sven Nagel, Mitbegründer des Netzwerkes. Für hat das Wort "Karriere" nicht mehr nur die Bedeutung des rücksichtslosen Strebens nach oben. Der angehende Literaturwissenschaftler fasst unter dem Begriff auch dessen alte Bedeutungen "Laufbahn" und ”Lebensweg".
Zur Auftaktveranstaltung, dem so genannten "Karriere: Tag 1", waren denn auch zwei Vertreter der Wirtschaft geladen: der IBM-Manager Heinrich Becker und Jens Tamm vom Internet-Start-up ”livingNet". Der ehemalige Politikwissenschaftler Tamm ermunterte die anwesenden Studenten prinzipiell zum Quereinstieg. Falls sein Unternehmen in die Gewinnzone rutsche, werde es sicherlich auf die personellen Ressourcen des Netzwerkes zurückgreifen, versicherte er.
Wortreiches, aber schwammiges Interesse bekundete Heinrich Becker. Der Vertreter des Weltkonzerns IBM verlässt sich auf den althergebrachten Selektionsmechanismus seiner Firma: Der besteht in dem Glauben, dass jene, die die hauseigenen Bewerbungstests überstehen, schon die Geeigneten seien. Individuelle Fragen der Studenten wimmelte er mit dem Hinweis ab, die Firmenseite im Internet abzuchecken. Noch ist es schwierig, die vermeintlichen Partner auch zusammenzubringen.
Die Gründer des "career service network" sehen sich durch die jüngsten Entwicklungen bestätigt: Praktikumsbörsen existieren mittlerweile an fast allen geisteswissenschaftlichen Instituten der Berliner Universitäten. Anders als die übergreifende Initiative des CSN konzentrieren sich diese Börsen meist auf die jeweiligen engeren Tätigkeitsfelder derAbsolventen.
"Sprungbrett" beispielsweise vermittelt hauptsächlich die klassischen Praktika im Kulturbereich, während die Praktikumsbörse des Osteuropa-Instituts der FU alle Themen, die mit Osteuropa zusammenhängen, abdeckt. Viele dieser Initiativen werden durch Mittel des 1997 bundesweit aufgelegten Hochschulsonderprogramms finanziert. Auch die Begründer von CSN partizipierten in Form ihrer Weiterbildung an diesem Programm. Zentrale Unternehmungen können also durchaus positive lokale Folgen zeitigen.
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